Ich zähle noch immer die Tage
Inhaltsangabe:
Eine warme Mai-Nacht im Jahr 1993. Die Belagerung von Sarajevo begann vor einem Jahr und ein Ende ist nicht in Sicht, genau wie der Bruderkrieg zwischen den einst verbündeten jugoslawischen Nationen. Ein junges serbisches Paar steht schweigend in seiner Küche. Davor, ein Christ, und Aida, eine Muslimin, haben ihre Liebe inmitten der Zerstörung und des Wahnsinns, die in der belagerten Stadt herrschen, bewahrt. Sie wissen, dass sich eine weitere kurze, kaum halbstündige Ruhepause nähert, in der die Scharfschützen eine Pause einlegen. Mit Blick auf die Zeiger der Uhr haben sie die Entscheidung getroffen, zu fliehen – um die Freiheit zu erlangen … oder den Tod zu finden.
Zwanzig Jahre später reist ein Bulgare nach Sarajevo, um den serbischen Übersetzer seines Buches zu treffen. Bald finden sie sich in einer Kneipe wieder und beginnen unmerklich, über den Krieg zu sprechen. Im Laufe der Stunden stapeln sich die leeren Flaschen auf dem Tisch, und lange vergrabene Geheimnisse kommen ans Licht.
Zwei Nächte. Vier Schicksale. Alle führen zu den wichtigsten Fragen.
Wer hat diesen Krieg begonnen? Und wer hat davon profitiert?
Herausgeben von: Regional Public Library "Petko Rachev Slaveikov" (Bulgaria)

Beurteilung:
Mein Roman handelt eigentlich nicht vom Krieg. Er handelt nicht von Tod und Zerstörung. Mein Roman handelt von der Liebe! Von jener Liebe, die jeder von uns mindestens einmal in seinem Leben erleben muss, damit es einen Sinn gehabt hat, geboren zu werden. Von jener Liebe, die das stärkste angeborene Gefühl des Menschen, den Selbsterhaltungstrieb betäubt. Von jener Liebe, bei der wir jemanden mehr als uns selbst lieben. Das ist die Liebe, die uns zum Schöpfer erhebt. Gegen all die Gewalt und all das Böse in der Welt haben wir eine einzige, doch außerordentliche mächtige Waffe, und das ist die Liebe.