Ich, Gorilla und der Affenstern
Inhaltsangabe:
Jonna lebt im Kinderheim. Eines schönen Tages kommt jemand, der sie adoptieren will. Sie entdeckt, dass ihre neue Mama eine Gorilladame ist, die ein klappriges altes Auto fährt. Nach ihrer anfänglichen Angst gewöhnt Jonna sich an ihr neues Leben mit Gorilla in der alten leerstehenden Fabrikhalle, in der sie zusammen Schrott zu Geld machen. Bald hat sie auch die etwas rauen Manieren ihrer Mutter liebgewonnen. Doch eines Tages taucht Tord auf und bedroht die traute Zweisamkeit.
Herausgeben von: Université Sorbonne Paris Nord

Beurteilung:
Die neunjährige Jonna lebt im Waisenhaus Rainfarn, in dem strikte Ordnung und Sauberkeit herrschen. Wie alle anderen Kinder träumt sie davon, von einer adretten Mama und einem lieben Papa adoptiert zu werden. Doch in Wirklichkeit kommt ein Gorilla in einem klapprigen Auto angefahren. Eine komische, riesige, haarige, schmuddelige Gorilladame, die in einer alten Fabrikhalle wohnt und ihren Lebensunterhalt mit Schrotthandel verdient. Und dennoch entwickeln die beiden nach diesem wenig verheißungsvollen Start nach und nach eine teife Zuneigung zueinander. Und man verfolgt diese behutsame Annäherung mit einem Lächeln und sorgt sich, als der skrupellose Tord, der es auf Gorillas Grundstück abgesehen hat, dieses frisch errungene Glück zerstören will. Ein lustiger kleiner Roman, der direkt zum Herzen spricht. [Emmanuelle Kabala in La Revue des livres pour enfants].