Die Sonne, so strahlend und schwarz
Inhaltsangabe:
Das Heranwachsen der jugendlichen Nova ist geprägt durch „Vielheiten“, wie sie es selbst nennt. Gerade erst hat sie sich gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder Cosmo und der Mutter aus dem gewalttätigen Einflussbereich des Stiefvaters gelöst und steht nun nicht nur in einer leeren Wohnung, sondern auch vor der Suche nach ihrem Selbstbild. Der Versroman zeichnet ihre Schritte im neugewonnenen Alltag nach. Langsam überwindet sie die seelischen und physischen Verletzungen der Vergangenheit. Hilfe findet sie bei ihren alten und neuen Freund:innen, ihrer Leidenschaft für das Rollschuhfahren und Tanzen sowie in einem ersten Verliebtsein in die gleichaltrige Akoua.
Herausgeben von: ALEKI - Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendmedienforschung

Beurteilung:
Chantal-Fleur Sandjon erzählt in einer eindringlich verdichteten Verssprache mit unverbrauchten Metaphern von einer komplexen Identität. […] Das Heranwachsen als Schwarze, queere junge Frau in Deutschland wird in all seinen Vielheiten und Komplexitäten entwickelt. Konsequent führt Sandjon das individuelle Schicksal auch mit einer gesellschaftlichen Ebene zusammen und verweist auf gegenwärtige Themen wie Polizeigewalt und historische Ereignisse wie die Einwanderung afrikanischer Arbeitskräfte in die DDR.