Ich hasse Rosa!
Inhaltsangabe:
Ein junges Mädchen kann rosa nicht ausstehen – sie mag schwarz – und weigert sich dagegen, dass andere Leute ihr ihren Geschmack aufzwingen wollen. Sie identifiziert sich mit Luis, der mit Puppen spielt und ihnen Anziehsachen näht, und dem sensiblen Anton, der seine Spielzeugautos mit Blumen bemalt.
Herausgeben von: Université Sorbonne Paris Nord

Beurteilung:
In diesem Buch, das von Ilya Green wunderbar illustriert wurde, erklärt ein Mädchen gleich zu Beginn, dass ihr von rosa schlecht wird und dass sie lieber schwarz mag. Das erinnert uns daran, dass den gängigen Stereotypen zufolge rosa eine Mädchenfarbe ist. Das Mädchen in dieser Geschichte klettert liebend gern auf Bäume und schaut den Kränen auf der Baustelle beim Arbeiten zu, worauf ihr gesagt wird, dass das eher etwas für Jungen ist. A propos Jungen: Das Buch stellt uns Luis und Anton vor, zwei sensible Jungen. Der eine näht Anziehsachen für seine Puppen und der andere malt Blumen und Marienkäfer auf seine Spielzeugautos. Das gesamte Buch über sträubt sich das Mädchen gegen die Vorstellung, dass es Jungensachen und Mädchensachen geben soll. Jedes Kind soll doch mögen können, was es will, und ist trotzdem ein „richtiger Junge“ oder ein „richtiges Mädchen“.