Die Schildkröte, die Shakespeare liebte
Inhaltsangabe:
Elisas Großmutter Eia wird alt und die Enkelin macht sich Sorgen um sie. Zwischen einem Shakespeare-Sonnet und einem Spaziergang durch ein unerforschtes Venedig, fern der Touristenpfade, versteht das Mädchen, dass ihre Großmutter sich langsam in eine Riesenschildkröte verwandelt, denn: „Der Trick, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, ist, sich zu verwandeln.“ Wird Elisa ihrer Großmutter in diesem Prozess helfen können und vor allem dabei, ihrem neuen Schicksal zu folgen?
Herausgeben von: Centro MeTRa - Università di Bologna (Italy)

Beurteilung:
Der Roman, der von einer der wichtigsten und renommiertesten Kinderbuchautorinnen in Italien geschrieben wurde, ist lustig und tiefgründig zugleich. Dies liegt an der Verknüpfung zwischen den Abenteuern der Geschichte mit dem Thema des Todes als Verwandlung und ebenso an der engen Bindung zwischen einer Großmutter und ihrer Enkeltochter bei der gleichzeitig schwierigen Beziehung zu ihrer Tochter. Die langsame Verwandlung, die das Altern mit sich bringt, wird hier nicht als schmerzvolle Erfahrung dargestellt, sondern als eine Rückkehr zur Vitalität und eine Einladung, nicht auf den Reichtum der Fantasie zu verzichten. Dies gelingt dank einer außergewöhnlichen weiblichen Figur, der Großmutter Eia, die nicht nur ihre Tochter und Enkeltochter zu unterhalten, zu begeistern und zu berühren vermag, sondern auch den Leser und die Leserin.