Sophie und andere Katastrophen : tragikomische Geschichten für aufgeweckte Kinder und Eltern
Inhaltsangabe:
Die Geschichte spielt Mitte des 19. Jahrhunderts in einem französischen Landschloss, wo Sophie eine Dummheit nach der anderen anstellt. Im Gegensatz zu ihren Freundinnen Camilla und Magdalene ist Sophie kein braves Vorzeigemädchen: Sie ist eigensinnig, jähzornig, gierig und nicht immer ehrlich. Ihr Cousin Paul versucht vergebens, sie auf den rechten Weg zu bringen.
Herausgeben von: Université Sorbonne Paris Nord

Beurteilung:
Der 1858 erstmals publizierte Roman ist ein Klassiker der französischen Kinderliteratur. Im Laufe der Geschichte häufen sich die Dummheiten der kleinen Sophie auf fast zwanghafte Art und Weise und zeichnen das Porträt eines Kindes, das nach Liebe und Aufmerksamkeit lechzt. Sophie, die viel mit der Autorin gemein hat, ist eine der ersten ungezogenen literarischen Mädchenfiguren. Auch wenn die Comtesse de Ségur nicht als Feministin bezeichnet werden kann, war sie doch eine der ersten Frauen, die vollumfängliche Rechte über ihre literarische Arbeit erhielt und damit die finanzielle Unabhängigkeit von ihrem Ehemann erlangte. Ihr Werk wurde jüngst im Lichte der women studies und der gender studies neu gelesen und es kommt sicherlich nicht von ungefähr, dass das Titelbild dieser Neuauflage von Pénélope Bagieu gezeichnet wurde, die für ihren feministischen Comic Les Culottées (dt. Unerschrocken) bekannt ist.