Papa ist doch kein Außerirdischer!

Inhaltsangabe:

Der kleine Theo nimmt die merkwürdigen Namen, die andere Leute seinem Vater geben und die er nicht nachvollziehen kann, beim Wort. Und so entsteht das Bild einer ganz außergewöhnlichen, abenteuerlichen Figur: ein „Uranier“ von einem anderen Planeten, ein „Rosengärtner“ der seine Blumen hegt und pflegt, ein „Warmer“, der „vom anderen Ufer“ kommt. Als Theo seinem Vater all diese Namen erzählt, erklärt dieser ihm, dass er homosexuell ist. Das bedeutet, dass er Männer liebt.

Beurteilung:

Die Hauptfigur dieses illustrierten Buchs ist ein kleiner Junge, der einen homosexuellen Vater hat, was der erwachsenene Leser auf Anhieb erfassen wird. Geschildert wird das Ganze jedoch aus der Perspektive des Kindes. Text und Illustration stehen nie auf ein und derselben Seite. Die Illustrationen, die jeweils auf den Text folgen, zeigen, wie der Junge die komischen Namen oder Ausdrücke auffasst, mit denen andere Leute seinen Vater umschreiben: nämlich wortwörtlich (zum Vergleich sind Wörterbuchdefinitionen für jedes Wort auf der Innenseite des Covers angegeben). Diese doppelte Lektüreebene führt vor Augen, was Theo nicht klar ist: All diese Bezeichnungen sind Beleidigungen und Diskriminierungen, doch Theo verwandelt sie in ein Fantasieporträt seines Vaters. Im Grunde bedeut das doch nur, dass sein Vater Männer liebt. So einfach.

Herausgeben von: Université Sorbonne Paris Nord

Autor/Autorin: Boulanger, Anna

Illustrator(en)/Illustratorin(nen): Boulanger, Anna

Übersetzer/Übersetzerin(nen): Thomas, Anne

Verlag: Kunstanstifter

Stadt: Mannheim

Jahr: 2016

Seiten: 44

ISBN: 9783942795432

Altersgruppe: 3 - 5

Sprache: DE

Originalsprache: FR

Schlagwörter : Elterlichkeit, LGBTQ+, Respekt

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