Ronja Räubertochter
Inhaltsangabe:
Ronja ist die Tochter des Anführers einer Räuberbande, die auf einer alten Burg mitten im Wald lebt. Als einziges Kind und (abgesehen von ihrer Mutter) einziges Mädchen der Bande wächst sie frei und froh heran. Sie lernt, mit Waffen umzugehen und dem Wald seine Geheimnisse zu entlocken. Sie begegnet einem Jungen ihres Alters: dem Sohn der verfeindeten Räuberbande. Die beiden werden Freunde und setzen den absurden Rivalitäten der Erwachsenen ein Ende.
Herausgeben von: Université Sorbonne Paris Nord

Beurteilung:
In diesem Roman, einem ihrer letzten, macht sich Astrid Lindgren behutsam über eine Bande strubbeliger, großmäuliger und schamloser Räuber lustig, die vor einem kleinen Mädchen ganz gefühlsduselig werden. Die mutige und unabhängige Ronja ist der Inbegriff von weiblicher Emanzipation und Fortschritt. Sie und ihr Freund haben einen Hauch von Romeo und Julia an sich, doch sie lehnen sich zusammen gegen die bestehenden Verhältnisse auf, um einen politischen Konflikt zu lösen. Dieser Roman mit magischem Beiklang wurde manchmal als feministische Utopie gedeutet.