Tschick
Inhaltsangabe:
Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie ein Musterbeispiel an Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine unvergessliche Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz.
Herausgeben von: ALEKI - Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendmedienforschung

Beurteilung:
Der Roman zeigt, wie (männliche) Jugendliche ihre eigene Identität suchen – zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und dem Wunsch, sie selbst zu sein. Inszeniert werden Körperbilder, Männlichkeit, Sexualität und der Versuch, gesellschaftliche und individuelle Anforderungen miteinander zu verbinden. Männliche Stereotype werden aufgegriffen, aber gleichzeitig übertrieben dargestellt und ironisch hinterfragt. Geschlechterrollen erscheinen somit nicht festgeschrieben, sondern können ausprobiert und neu gedacht werden.