Persepolis. Eine Kindheit im Iran

Inhaltsangabe:

Aus der Perspektive eines kleinen Mädchens erzählt die gebürtige Iranerin Marjane Satrapi von der islamischen Revolution von 1979 und vom Krieg mit dem Irak – und zwar in einer einfachen, aber effektiven Bildsprache. Um dem iranisch-irakischen Krieg zu entkommen, wird sie als Jugendliche von ihren Eltern aus Teheran nach Wien geschickt. Nach vier Jahren kehrt sie trotz der Faszination der europäischen Jugendkultur wegen Heimweh nach Teheran zurück, wo sie als dekadent gilt und mit den täglichen Widerwärtigkeiten des islamischen Regimes konfrontiert wird. Von nun an ist sie nirgendwo mehr zuhause.

Beurteilung:

Persepolis ist eine einzigartige Geschichte über kulturelle Entfremdung, totalitäre Regime und das Erwachsenwerden. Es bietet eine einzigartige Perspektive auf die Islamische Revolution aus der Sicht eines jungen Mädchens, das während seines Heranwachsens Zeugin des Wandels im iranischen Regime wird. Wenn wir über historische Ereignisse sprechen und lesen, in diesem Fall aus der jüngsten Vergangenheit, vergessen wir oft, dass die Erfahrungen von Frauen eine einzigartige Perspektive auf die Ereignisse bieten können. Hier können wir einen offenen Bericht über die Identitätsbildung eines Mädchens beobachten, das in seinem eigenen Land zur Fremden wird, weil es sie aufgrund ihrer Furchtlosigkeit und ihrer Geschlechtsidentität ablehnt. Es erinnert uns auch daran, dass der Kampf um Emanzipation und Frauenrechte niemals endgültig gewonnen ist.

Herausgeben von: Gender Studies, o p.s. - Knihovna Jiřiny Šiklové

Autor/Autorin: Satrapi, Marjane

Übersetzer/Übersetzerin(nen): Pörtner, Stephan

Verlag: Edition Moderne

Stadt: Zurich

Jahr: 2004

Seiten: 164

ISBN: 9783907055748

Altersgruppe: 15 - 18

Sprache: DE

Originalsprache: FR

Schlagwörter : Ermächtigung, erwachsen werden, Interkulturalität, Patriarchat, weiblicher Charakter

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