{"id":794,"date":"2026-08-06T09:52:42","date_gmt":"2026-08-06T07:52:42","guid":{"rendered":"http:\/\/gbook-rebuild.local\/g-book-glossar\/"},"modified":"2026-08-06T15:20:17","modified_gmt":"2026-08-06T13:20:17","slug":"g-book-glossar","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/g-book.eu\/de\/ressourcen\/g-book-glossar\/","title":{"rendered":"G-Book-Glossar"},"content":{"rendered":"<h2 id=\"sex\"><strong>Sex \/ biologisches Geschlecht <\/strong><\/h2>\n<p>Das biologische Geschlecht einer Person umfasst die objektiv nachpr\u00fcfbaren Geschlechtsorgane, -chromosomen und -hormone. Als weibliche Geschlechtsmerkmale gelten etwa Vagina, Eierst\u00f6cke, XX-Chromosomen und eine Vorherrschaft von \u00d6strogenen. M\u00e4nnliche Geschlechtsmerkmale sind Hoden, Penis, XY-Chromosomen und eine Vorherrschaft an Testosteronen. Jedoch kann das biologische Geschlecht nicht immer eindeutig bin\u00e4r bestimmt werden. Bis zu 1,7 % der Weltbev\u00f6lkerung sind in der Tat intergeschlechtliche Personen: Das bedeutet, dass diese Personen mit k\u00f6rperlichen Geschlechtsmerkmalen zur Welt kommen, die weibliche und m\u00e4nnliche Merkmale vermischen, z. B. wenn eine Person gleichzeitig m\u00e4nnliche Genitalien und einen funktionierenden weiblichen Reproduktionsapparat aufweist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"cisgender\"><strong>Cisgeschlechtlich\/Cisgender <\/strong><\/h2>\n<p>Person, deren physische Merkmale stereotypen gesellschaftlichen Erwartungen entsprechen. Ein Cis Mann ist z. B. eine Person, dessen biologisches Geschlecht m\u00e4nnlich ist und der sich dem m\u00e4nnlichen <a href=\"#gender\"><strong>(gesellschaftlichen) Geschlecht<\/strong><\/a> zugeh\u00f6rig f\u00fchlt. Eine Cis Frau ist eine Person von weiblichem biologischem Geschlecht, die sich als dem weiblichen Geschlecht zugeh\u00f6rig betrachtet. Personen, die sich nicht mit ihrem <a href=\"#sex\"><strong>biologischen Geschlecht<\/strong><\/a> identifizieren k\u00f6nnen und sich verschieden f\u00fchlen, definieren sich als <a href=\"#transgender\">transgeschlechtlich<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"diversity\"><strong>Diversit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n<p>Diversit\u00e4t, Vielfalt \u2013 manchmal auch als Mischung der Geschlechter bezeichnet \u2013 bezieht sich auf die Position und Merkmale eines Individuums, die durch die sozialen Gruppen, denen es angeh\u00f6rt, beeinflusst werden. Menschen unterscheiden sich nach Geschlecht (<a href=\"#sex\"><strong>Sex<\/strong><\/a> und <a href=\"#gender\"><strong>Gender<\/strong><\/a>), \u201eRasse\u201c, Staatsangeh\u00f6rigkeit, Kultur, Religion. Lange Zeit war die <a href=\"#orientation\"><strong>sexuelle Orientierung<\/strong><\/a> und <a href=\"#identity\"><strong>Geschlechtsidentit\u00e4t<\/strong><\/a> lesbischer, schwuler, bi-, trans- oder intersexueller Menschen verp\u00f6nt und mit sozialer Ausgrenzung geahndet. 1990 hat die Welt\u00acge\u00acsund\u00acheits\u00acorganisation (WHO) Homosexualit\u00e4t aus der von ihr gef\u00fchrten internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme entfernt. In vielen L\u00e4ndern haben homosexuelle Paare inzwischen dieselben Rechte erlangt wie heterosexuelle Paare, d. h. zwei M\u00e4nner oder zwei Frauen k\u00f6nnen heiraten und eine Familie gr\u00fcnden. Doch es gibt gleichzeitig noch viele L\u00e4nder, in denen Homosexualit\u00e4t unter Strafe steht. Und selbst wenn ein Staat <a href=\"#lgbt\"><strong>LGBTQ+<\/strong><\/a> Personen Rechte einr\u00e4umt, ist die Gesellschaft als Ganzes nicht immer bereit, diese Rechte anzuerkennen und <a href=\"#homophobia\"><strong>Homophobie<\/strong><\/a> bleibt eine Realit\u00e4t. Die rechtliche und kulturelle Anerkennung von <strong><a href=\"#transgender\">Transgender-Identit\u00e4ten<\/a>\u00a0<\/strong> ist in den meisten L\u00e4ndern der westlichen und \u00f6stlichen Gesellschaften sogar noch schwieriger und deshalb ist auch <a href=\"#transphobia\"><strong>Transphobie<\/strong><\/a> noch weit verbreitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"feminism\"><strong>Feminismus\/Feminismen<\/strong><\/h2>\n<p>Gruppe von Bewegungen, deren gemeinsames Ziel das Erreichen der Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern auf politischer, sozialer, wirtschaftlicher, kultureller und rechtlicher Ebene, die Abschaffung von Ungleichheiten und die F\u00f6rderung der Rechte der Frauen ist. Es gibt aktuell sehr vielf\u00e4ltige Ans\u00e4tze, Analysen, Aktionsformen und Praktiken (deshalb wird manchmal der Pluralbegriff Feminismen bevorzugt). Feminismus \u2013 in seinen verschiedenen Formen \u2013 \u00fcbersetzt sich in dem immerw\u00e4hrend aktuellen Kampf um den Aufbau einer Gesellschaft von <a href=\"#cisgender\"><strong>cisgeschlechtlichen<\/strong><\/a> und <a href=\"#transgender\"><strong>transgeschlechtlichen<\/strong><\/a> Frauen und M\u00e4nnern, die unabh\u00e4ngig von Alter, Bildung, Herkunft, sozialem Milieu oder <a href=\"#orientation\"><strong>sexueller Orientierung<\/strong><\/a> gleichberechtigt ihre Qualit\u00e4ten und F\u00e4higkeiten entwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"genderbending\"><strong>Gender bending <\/strong><\/h2>\n<p>Aktion, die darin besteht, die Grenzen zwischen den <strong><a href=\"#gender\">Geschlechtern (Gender)<\/a>\u00a0<\/strong> zu verwischen und Stereotype zu dekonstruieren. Siehe auch \u201eGenderfuck\u201c: https:\/\/queer-lexikon.net\/2017\/06\/15\/genderfuck\/<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"equality\"><strong>Gleichstellung der Geschlechter<\/strong><\/h2>\n<p>Der Begriff Gleichstellung der Geschlechter verweist auf das Prinzip der Nichtdiskriminierung aufgrund von <a href=\"#sex\"><strong>Sex<\/strong><\/a> oder <a href=\"#gender\"><strong>Gender<\/strong><\/a>: M\u00e4nner und Frauen m\u00fcssen innerhalb der Gesellschaft die gleichen Chancen und Rechte haben und mit demselben Respekt behandelt werden. Die Rechte der Frauen m\u00fcssten sich in verschiedenen Bereichen \u2013 b\u00fcrgerliche und politische Rechte, Arbeit, Bildung, Gesundheit und Wirtschaft \u2013 widerspiegeln. Doch Frauen werden in unseren Gesellschaften nach wie vor diskriminiert, wenn auch auf verschiedenen Ebenen und in mehr oder weniger flagranten Formen. Sichtbar wird diese Diskrimination am ungleichen Zugang zu grundlegenden sozialen Chancen wie z. B. Bildung, zu beruflichen M\u00f6glichkeiten oder \u00f6ffentlichen Positionen. Diese Ungleichheit f\u00fchrt zur Zunahme der wirtschaftlichen Unterschiede zwischen M\u00e4nnern und Frauen. Damit etwa die Ungleichheit im h\u00e4uslichen Bereich abnimmt, m\u00fcssen die heranwachsenden Generationen dazu erzogen werden, dass Frauen und M\u00e4nner die h\u00e4uslichen Arbeiten zu gleichen Teilen \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"identity\"><strong>Geschlechtsidentit\u00e4t <\/strong><\/h2>\n<p>Die Geschlechtsidentit\u00e4t bezieht sich auf das <strong><a href=\"#gender\">(soziale) Geschlecht<\/a>\u00a0<\/strong>, dem eine Person sich zugeh\u00f6rig f\u00fchlt und festigt sich im Laufe ihrer individuellen Entwicklung. W\u00e4hrend das biologische Geschlecht (Sex) auf biologischen Kriterien basiert, ist das soziale Geschlecht (Gender) ein soziales Konstrukt. Entsprechend ihrer Geschlechtsidentit\u00e4t kann eine Person als <a href=\"#cisgender\"><strong>cisgeschlechtlich<\/strong><\/a> oder <strong><a href=\"#transgender\">transgeschlechtlich<\/a><\/strong> definiert werden. Die Geschlechtsidentit\u00e4t leitet sich nicht aus dem <a href=\"#sex\"><strong>biologischen Geschlecht<\/strong><\/a> ab und hat nicht unbedingt mit der <a href=\"#orientation\"><strong>sexuellen Orientierung<\/strong><\/a> zu tun. Geschlechtsidentit\u00e4t, <a href=\"#roles\"><strong>Geschlechterrolle<\/strong><\/a> (die Art und Weise, wie eine Person von anderen wahrgenommen wird) und biologisches Geschlecht beeinflussen die gegenseitige Wahrnehmung der Menschen in der Gesellschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"gender\"><strong>Gender \/ soziales Geschlecht <\/strong><\/h2>\n<p>Der Begriff Gender oder soziales Geschlecht bezieht sich auf die historische und soziale Konstruktion von M\u00e4nnern und Frauen, auf ihre Rollen und Beziehungen innerhalb der Gesellschaft. Das soziale Geschlecht wird im Sozialisationsprozess assimiliert und bezieht sich auf die kulturellen Vorg\u00e4nge, die bestimmte Erzeugnisse, Technologien oder Verhaltensweisen als \u201em\u00e4nnlich\u201c oder \u201eweiblich\u201c definieren. Der Begriff Gender ist keine feministische Erfindung. Er wurde 1968 durch den amerikanischen Psychoanalytiker Robert J. Stoller in seinem Buch Sex and Gender: On the Development of Masculinity and Feminity gepr\u00e4gt und bezeichnet das komplexe Zusammenspiel von \u201eVerhaltensweisen, Gef\u00fchlen, Gedanken und Fantasien, die mit den Geschlechtern verbunden aber nicht prim\u00e4r biologisch bedingt sind\u201c. Damit konnte eine Unterscheidung zwischen Biologie (<a href=\"#sex\"><strong>Sex<\/strong><\/a>) und Kultur (Gender) eingef\u00fchrt werden. Seit Ende der 1960er Jahre wurde diese Idee von mehreren feministischen Theoretikerinnen \u00fcbernommen und angepasst. Sie bildet die Grundlage der Frauenforschung, die die Frauen aus einem Zustand der Minderwertigkeit befreien und beweisen wollte, dass diese Position nicht naturgegeben, sondern Ergebnis einer jahrhundertelangen patriarchalischen Kultur ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"relations\"><strong>Geschlechterbeziehungen<\/strong><\/h2>\n<p>Beziehungen zwischen Individuen mit unterschiedlicher <a href=\"#identity\"><strong>Geschlechtsidentit\u00e4t<\/strong><\/a>. Die Gesellschaften neigen dazu, die Geschlechter in eine hierarchische Beziehung zu setzen: M\u00e4nner besetzen oft dominierendere \u2013 sprich: hegemonischere \u2013 Positionen gegen\u00fcber Frauen, deren Position oft in untergeordneter, diskriminierter und weniger dominant ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"roles\"><strong>Geschlechterrollen <\/strong><\/h2>\n<p>Durch vorherrschende kulturelle Normen gesellschaftlich festgelegte Aufgaben und Funktionen, die von M\u00e4nnern bzw. Frauen ausgef\u00fchrt werden. Geschlechterrollen beeinflussen die Art und Weise, wie eine Person in der Gesellschaft von den anderen wahrgenommen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"rules\"><strong>Geschlechternormen <\/strong><\/h2>\n<p>Gesellschaftliche Standards und Erwartungen, die festlegen, welche Verhaltensweisen, Berufe usw. f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen vermeintlich angemessen sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"stereotypes\"><strong>Geschlechterstereotype <\/strong><\/h2>\n<p>Einfache Muster, die tief im kollektiven Bewusstsein verankert und logisch oder rationell nicht zu erkl\u00e4ren sind. Diese insbesondere durch Medien, Werbung, soziale Netzwerke usw. weitergegebenen Klischees bestimmen unbewusst unser Verhalten und unsere Einstellungen. Geschlechterstereotype schreiben z. B. Frauen die Sorge um Haushalt und Familie zu, w\u00e4hrend den M\u00e4nnern die Ern\u00e4hrungsfunktion \u00fcberlassen wird. Bricht eine Person diese Rollenzuschreibungen, wird sie in der Regel von der Gesellschaft diskriminiert. Weibliche und m\u00e4nnliche Identit\u00e4ten werden auf diametral entgegengesetzte und hierarchische Weise geschaffen: Frauen w\u00e4ren angeblich nicht f\u00e4hig, Macht auszu\u00fcben, sie seien z\u00f6gerlicher und es mangelte ihnen an Selbstvertrauen. Und M\u00e4nner w\u00e4ren angeblich durchsetzungsf\u00e4higer und w\u00fcrden nur ungern ihre Gef\u00fchle zeigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"homophobia\"><strong>Homophobie <\/strong><\/h2>\n<p>Angst, Hass oder Diskriminierung gegen\u00fcber homosexuellen Personen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"inklusion\"><strong>Inclusion <\/strong><\/h2>\n<p>Inklusion ist ein Prozess, der allen Menschen, egal welcher Herkunft, Geschlechtsidentit\u00e4t oder F\u00e4higkeiten (z. B. f\u00fcr Personen mit Behinderung), die volle Teilhabe an der Gesellschaft erlauben soll. Inklusion betrifft die Bereiche Wirtschaft, Bildung, Kultur und Gesellschaftspolitik. Im Gegensatz zu Ausgrenzung und Diskriminierung strebt sie danach, jede Person ungeachtet aller Unterschiede wertzusch\u00e4tzen und ihr einen Platz in der Gesellschaft zu geben. Inklusion garantiert die Anerkennung der <a href=\"#identity\"><strong>Identit\u00e4t<\/strong><\/a> und der <a href=\"#diversity\"><strong>Diversit\u00e4t<\/strong><\/a> einer Gruppe oder Organisation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"intersektionalitat\"><strong>Intersektionalit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n<p>Intersektionalit\u00e4t ist ein soziologischer Begriff, der die Situation von Menschen beschreibt, die mehrfacher Diskriminierung ausgesetzt sind. Der Begriff wurde 1989 von der afroamerikanischen feministischen Rechtswissenschaftlerin Kimberl\u00e9 Crenshaw gepr\u00e4gt und diente dazu, die doppelte Diskriminierung schwarzer Frauen aufgrund ihres Geschlechts und ihrer Hautfarbe hervorzuheben. Seitdem wird der Begriff Intersektionalit\u00e4t verwendet, um darauf aufmerksam zu machen, dass Menschen gleichzeitig verschiedenen Formen der Diskriminierung und Unterdr\u00fcckung ausgesetzt sind, die mit ihrer Geschlechtsidentit\u00e4t, sexuellen Orientierung, Herkunft, sozialen Klasse, Religion, ihrem Alter oder einer Behinderung zusammenh\u00e4ngen. Wenn man versteht, wie Diskriminierung sich \u00fcberschneidet, kombiniert und verst\u00e4rkt, kann man sie wirksamer anprangern und bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"intersexuell\"><strong>Intersexuell<\/strong><\/h2>\n<p>Ein Oberbegriff f\u00fcr Menschen, deren Geschlechtsmerkmale (Genitalien, Keimdr\u00fcsen, Hormonspiegel, Chromosomen) weder typisch m\u00e4nnlich noch typisch weiblich sind. Er umfasst eine Reihe atypischer Variationen des Geschlechts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"lgbt\"><strong>LGBTQ+ <\/strong><\/h2>\n<p>K\u00fcrzel f\u00fcr lesbische, schwule, bisexuelle, <a href=\"#transgender\"><strong>transgeschlechtliche<\/strong><\/a>, queere Personen und andere nicht-bin\u00e4re <a href=\"#orientation\"><strong>sexuelle Orientierungen<\/strong><\/a> und <a href=\"#identity\"><strong>Geschlechtsidentit\u00e4ten<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"rechte-pflichten\"><strong>Rechte und Pflichten<\/strong><\/h2>\n<p><strong>Rechte<\/strong>: Grundlegende, universelle Anspr\u00fcche von Personen, die aufgrund ihrer Menschenw\u00fcrde Respekt und Schutz verlangen.<br \/>\n<strong>Pflichten<\/strong>: Verpflichtungen oder Verantwortlichkeiten von Staaten, Institutionen und Einzelpersonen, diese Rechte zu respektieren, zu sch\u00fctzen und zu erf\u00fcllen, um sicherzustellen, dass sie nicht verletzt werden und in der Praxis schrittweise verwirklicht werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"sexism\"><strong>Sexismus <\/strong><\/h2>\n<p>Im Allgemeinen gegen Frauen gerichtete Vorurteile und Diskriminationen, die auf dem <a href=\"#sex\"><strong>biologischen Geschlecht<\/strong><\/a> beruhen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"orientation\"><strong>Sexuelle Orientierung<\/strong><\/h2>\n<p>Beschreibt, gegen\u00fcber welchem <a href=\"#sex\"><strong>biologischen Geschlecht<\/strong><\/a> eine Person ein affektives und\/oder sexuelles Verlangen versp\u00fcrt. Heterosexuelle Personen f\u00fchlen sich vom anderen Geschlecht angezogen, homosexuelle Personen von Personen desselben Geschlechts. Bisexuelle Menschen versp\u00fcren eine Anziehung f\u00fcr beide Geschlechter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"transgender\"><strong>Transgeschlechtlich \/ Transgender <\/strong><\/h2>\n<p>Person, die ihrem Denken und ihrem Selbstverst\u00e4ndnis nach einem anderen sozialen Geschlecht angeh\u00f6rt als dem biologischen Geschlecht, das ihr bei der Geburt zugewiesenen wurde, und die stereotypen sozialen Erwartungen demnach nicht entspricht. Eine Transfrau ist z. B. eine Frau, die bei der Geburt als Junge bestimmt wurde. Gelegentlich benutzen Transfrauen die Bezeichnung MtF (Abk. f\u00fcr Male to Female), was bedeutet, dass sie von einer m\u00e4nnlichen Identit\u00e4t zu einer weiblichen Identit\u00e4t \u00fcbergegangen sind. Transm\u00e4nner benutzten den Begriff FtM (Abk. f\u00fcr Female to Male), der ihre Transition von einer weiblichen zu einer m\u00e4nnlichen Identit\u00e4t bezeichnet. Manche transgender Personen entscheiden sich zu medizinischen Ma\u00dfnahmen, einer von Spezialmedizinern begleiteten Hormontherapie oder Operation, damit auch ihr K\u00f6rper dem sozialen Geschlecht entspricht, dem sie sich zugeh\u00f6rig f\u00fchlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"transphobia\"><strong>Transphobie <\/strong><\/h2>\n<p>Angst, Hass oder Diskriminierung gegen\u00fcber <strong><a href=\"#transgender\">transgeschlechtlichen<\/a>\u00a0<\/strong>und in Bezug auf das <strong><a href=\"#gender\">soziale Geschlecht<\/a><\/strong> nicht konformen Personen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"wurde\"><strong>W\u00fcrde<\/strong><\/h2>\n<p>Der inh\u00e4rente, gleiche und unverletzliche Wert jedes Menschen, der moralische und rechtliche Anspr\u00fcche auf Respekt begr\u00fcndet, erniedrigende Behandlung verbietet und als Grundprinzip der Menschenrechte dient.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sex \/ biologisches Geschlecht Das biologische Geschlecht einer Person umfasst die objektiv nachpr\u00fcfbaren Geschlechtsorgane, -chromosomen und -hormone. Als weibliche Geschlechtsmerkmale gelten etwa Vagina, Eierst\u00f6cke, XX-Chromosomen und eine Vorherrschaft von \u00d6strogenen. M\u00e4nnliche Geschlechtsmerkmale sind Hoden, Penis, XY-Chromosomen und eine Vorherrschaft an Testosteronen. Jedoch kann das biologische Geschlecht nicht immer eindeutig bin\u00e4r bestimmt werden. 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